(Un)sinn vom Speicher in der Cloud
Seit neustem hat Google auch seinen Onlinespicher in der Cloud nun öffentlich gemacht. Das sogenannte Google Drive. Damit gibt es einen Anbieter mehr im Internet, welcher mehr oder weniger sichere und sinnvolle Datenabgleiche zwischen verschiedenen Systemen ermöglicht. Aber: Was sind die Unterschiede? Was von welchem System die Vorteile?
Soweit ich das sehe gibt es zwei Ideen:
- Die reine Synchronisation von Dateien
- Das kollaborative Arbeiten an Daten/Dateien
Seit neustem gibtes - soviel ich weiss - niemand mehr welcher rein die Version zwei auswählt. Google Docs war der Fall, in welchem zwar Dateien hochgeladen werden konnten, anschliessend bearbeitet und wieder heruntergeladen. Mit Google Drive sollte - soweit ich das verstehe - nun gleichzeitig für unterstützte Datentypen möglich sein.
Ein ähnlicher Ansatz macht Microsoft mit Skydrive. Hier können Dateien auf diverse Systeme automatisch synchronisiert werden und Office-Dokumente auf dem Web editiert und verändert werden.
Für die reine Datensynchronisation gibt es diverse Dienste und Anbieter. Sei dies Apple mit der Cloud, Dropbox oder Wuala. Und dennoch gibt es diverse Unterschiede. Die folgende Tabelle versucht eine nicht komplette Auflistung der Anbieter und deren Möglichkeiten.
| Produkt | Hersteller | Sync | Bearbeiten (auf dem Web) | GB inklusive | Verschlüsselung | Unterstützte Betriebssysteme | +100GB/Jahr (Kosten) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Skydrive | Microsoft | Ja | Ja | 7 | Nein | Windows, OS X, iPhone, WP | 47 CHF / 39 € |
| Google Drive | Ja | Ja | 5 | Nein | Windows, OS X, Android | 54 CHF / 45 € | |
| DropBox | DropBox | Ja | Nein | 2 | Nein | Microsoft Windows, Mac OS ab V 10.4, Linux, iOS, Android, Symbian, BlackBerry OS, MeeGo, Harmattan | 180 CHF / 150 € |
| Wuala | Wuala | Ja | Nein | 5 | Ja | Windows, OS X, Linux, Android, iPhone | 129 CHF / 107 € |
Anmerkungen zur Tabelle:
- Verschlüsselung: Hier wird eine sichere Verschlüsselung angeboten. Das bedeutet dass die Verschlüsselung auf dem Client stattfindet. Das Passwort für den Hauptschlüssel ist nicht in den Händen des Anbieters. Oder anders gesagt: Der Anbieter hat - bis auf wenige Ausnahmen - keine Ahnung was für Daten und Dateien du auf der Cloud speicherst.
- +100GB/Jahr: Preis für zusätzliche 100 GB im Jahr. Stand ist der 28.03.2012.
- Sykdrive & Bearbeiten: Nur Word, Excel, Powerpoint, OneNote
- Google Drive & Bearbeiten: Nur Text, Tabellen, Präsentationen, Zeichnungen
Fazit:
Reicht mir ein Online Speicher ohne direkte Bearbeitung der Dateien via Browser? Dann empfehle ich Wuala. Wieso? Client für fast jedes Betriebssystem, die Daten sind verschlüsselt und das Teilen geht mindestens ebenso einfach wie via DropBox. Aber dies gesichert1.
Müssen mehrere gleichzeitig diverse Daten bearbeiten? Google Drive ist sicher keine schlechte Wahl. Wie gut Skydrive von Microsoft darin ist entzieht sich meiner Kenntnissen.
Aber jeder andere Hersteller als Wuala weis genau welche Dateien du gespeichert hast und was darin steht.
- Einzige Ausnahme: Ich teile Daten mit der Welt ↩
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Bedingungsloses Grundeinkommen – Haben wir doch schon?

Es ist wieder mal in den Medien. Bei 20min.ch sogar einen medialer Hype. Das bedingungslose Grundeinkommen. Dank einer Initiative ist das Thema jetzt wieder einmal in aller Munde. Nur: Was ist das?
Die Grundidee dahinter ist, dass jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen kriegt, egal ob er nichts tut (sprich den Tag geniesst) oder einer bezahlten Arbeit nachgeht.
Die Grundangst der Gegner ist, dass anschliessend niemand mehr arbeiten will oder arbeiten wird und am Schluss wenige für viele aufkommen müssten.
Nur: Haben wir das Bedingungslose Grundeinkommen nicht schon, wenn auch mit sehr viel mehr - und sehr viel teurerer - Bürokratie? Dazu eine Erklärung zum Grundeinkommen, die Differenz zum heutigen System der Schweiz und ein Resüme, dies alles aus meiner Warte.
Idee und Sinn
Jede Person hat das Recht auf einen Lebensstandard, der ihr und ihrer Familie Gesundheit und Wohlergehen gewährleistet, inklusive Nahrung, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung und notwendige soziale Leistungen sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Behinderung oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust ihres Lebensunterhalts durch Umstände, die sie keinen Einfluss hat. (UNO Menschenrechte, 1984) [1. http://quellen.geschichte-schweiz.ch/allgemeine-erklarung-menschenrechte-uno-1948.html]
In unserer Gesellschaft ist kein Leben ohne Geld mehr möglich. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens liegt darin jedem ein würdiges Leben zu ermöglichen. Der Betrag sollte so gewählt sein dass es zum Leben reicht ohne unnötigen Luxus zu ermöglichen. 1
Unser Sozialstaat
Im Prinzip haben wir schon lange das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt, einfach mit extrem viel mehr Bürokratie. Bei Verlust der Arbeit gibt es zuerst mal die Arbeitslosenkasse (würde es später auch noch geben). Für Studierende gibt es Stipendien (falls die Eltern nicht wieder knapp zu viel verdienen). Für Langzeitarbeitslose gibt es Sozialhilfe, für Verwittwete die Wittwenrente, Pansoinierte die AHV und zig staatliche Versicherungen mehr.
Es gibt für jedes Problemchen seine Versicherung. Und seine Bürokratie mit seinen Arbeitenden welche dem Steuerzahler Geld kosten.
Was wäre neu?
Es wäre wahrscheinlich unter dem Strich billiger, weniger Bürokratie - da müsste doch die FDP Schweiz mit ihrer Initiative doch gleich aufspringen, oder? - und alle würden gleich behandelt. Es gäbe auch mehr Gerechtigkeit und Jobs unter der Minimallohngrenze würden so nicht mehr einfach angenommen werden.
Noch bleiben würde sicher Teile der ALV und andere speziellen Renten/Versicherungen. Hingegen gäbe es eine Sicherheit auch mal etwas neues Ausprobieren zu können statt - wegen finanzieller Abhängigkeit - immer im gleichen aufreibenden Trott gefangen zu sein. Burnouts könnten zum Teil vermieden werden da die Macht der Arbeitgeber gebrochen werden könnte, oder zumindest eingeschränkt.
Freiwilige Arbeiten würden so finanziell entschädigt, Vollzeit-Mütter hätten endlich auch eine Entschädigung, Kinder kriegen wäre kein so grosser finanzieller Nachteil mehr.
Und zu guter letzt: Unterbezahlte Jobs hätten keine Chance mehr. Working-Poor (gibt es auch in der Schweiz) könnte so effektiv bekämpft werden und der Steuerzahler müsste weniger Steuern zahlen 2
Wer hätte das Nachsehen?
Arbeitsstellen welche den Mitarbeiter nur Ausbeuten, Anbieter schlecht bezahlter Jobs, etliche Arbeitnehmer von diversen staatlichen Versicherungsstellen, Moralapostel.
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Was bringt eine totalitäre Überwachung
So extrem schlimm der Anschlag in Oslo ist, so sinnlos sind die Forderungen vieler Politiker nach mehr Überwachung.
Was bringt eine totalitäre Überwachung? Generell: Nichts produktives, keinen Mehrgewinn an Sicherheit, keinen 100% Schutz. So ein Anschlag wie in Norwegen kann auch eine komplette Überwachung nicht verhindern.
Was kann aber mit einer solchen Überwachung überhaupt erreicht werden? In einem diktatorischen Staat die Gleichschaltung der Bürger auf die Linie des Diktators. Abweichler, welche öffentlich aufzutreten versuchen und eine kritische Menge an Unterstützung zu gewinnen, werden so ziemlich sicher erkannt. In einem (noch) demokratischen Staat helfen solche Mittel der Politik mehr Macht zu geben. Denn die Politik ist indirekt der Auftraggeber der Sicherheitsorgane, auch wenn eine Gewalteintrennung herrscht.
Durch propagierte Überwachung jeden Lebensbereiches der Bürger wird eine Angst geschürt. Da der Selbsterhalt meistens wichtiger ist als das Wohl aller, schweigt der Einzelne lieber. Es wird wenig Exponenten geben welche es wagen ihre Meinungen öffentlich zu sagen. Insgeheim werden jenen auch die Unterstützung zugesprochen, aber öffentlich wird sich die Mehrheit nicht wagen sich zu den neuen Aussenseiter zu stellen. Man könnte ja selber in Verdacht stehen.
Dazu noch ein Zitat:
„Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr, der protestierte.“Pastor Martin Niemöller (1892-1984)
Welche Alternativen gibt es? Jene, welche Norwegen einzuschlagen gedenkt. Mehr Offenheit, mehr Demokratie, mehr Einbindung der Bevölkerung. Nur wenn jeder das Gefühl hat mitbestimmen zu können und auch Resultate ersichtlich sind können solche Ereignisse als Einzelfälle abgehandelt werden und - trotz aller Schwere - ertragen werden.
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Google – 2 Schritte Authentifizierung
oder auch: Muss ich jedem Programm mein Google-Passwort anvertrauen?
Die Antwort ist: Nein. Nun, wie geht das, wie macht man das und was bringt mir das? Aber Schritt für Schritt mit ein bisschen Wegfindung wie ich überhaupt auf das Thema kam.
Jeder, welcher ein Google Account hat kann überprüfen, welche Webseiten und Webdienste auf seine Informationen wie Kalender, Adressbuch, Dokumente, Picasa usw. zugreifen kann. Um meine Autorisierungen wieder mal zu bereinigen, klickte ich via Einstellungen auf diese Übersichtseite1.
Nun fand ich da in Deutsch eine Bemerkung über Anwendungsspezifische Passwörter was mich neugierig machte und zu diesem Blogbeitrag führte.
Ziel der 2-Schritte Authentifizierung
Mit der 2-Schritte Authentifizierung werden eigentlich gleich zwei Probleme gelöst.
- Nicht jeder, welcher das Passwort erspäht kann sich bei meinem Google-Account auf einem Rechner einloggen.
- Applikationen (wie Mail, Kalender, Android-Handy) benötigen nicht mein Google-Master-Passwort, sondern bekommen ein eigenes.
Das erste Problem wird gelöst indem
- Google mir eine SMS sendet mit einem Authentifizierungscode, oder
- Google mich anruft und mir einen Authentifizierungscode vorliest, oder
- eine Android-App von Google mir den Code generiert.
Im zweiten Fall ist dies eher Mühsam und wird von fast keiner Desktopanwendung unterstützt. Stattdessen wird neu ein anwendungsspezifisches Passwort generiert - eben dieses Anwendungsspezifische Passwort - und ich dies einmalig meinem Mail-Client usw. mitteilen muss. Da ich nun für jede Anwendung ein eigenes Passwort generieren kann - was ich sehr empfehle -, kann ich bei Wunsch oder bei Misstrauen die generierten Passwörter einzeln wegwerfen und neue erstellen lassen.
Somit kennt mein Android mein persönliches und kompliziertes Google-Passwort nicht mehr, mein Mail- und Kalenderclient weiss auch nichts mehr davon und ich kann mein persönliches Google-Passwort ändern ohne dass ich bei jedem einzelnen Client die Passwörter nachtragen muss. Umgekehrt kann ich auch - wie oben erwähnt - für eine Anwendung spezifisch ein altes Passwort wegwerfen und ein neues generieren. So individuell wie ich das möchte.
Und falls ich einer Anwendung temporär Zugriff gewähren will, generiere ich ein Passwort, gebe das der Anwendung, lasse die Anwendung das tun was ich hoffe dass sie es tut, und werfe anschliessend das generierte Passwort wieder weg.
Einrichten
Wie so üblich bei Google gibt es häufig neue Möglichkeiten erst bei der Englisch sprechenden Kundschaft. Jene haben es anscheinend seit Februar, jedenfalls ist ein 20min online Beitrag2 auf den 14. Februar datiert. Falls ihr gewisse Menupunkte in der lokalisierten Oberfläche nicht findet, gibt es eine Kurzanleitung3 wie man auf die englische Oberfläche kommt und wie man sich dort durch das ganze navigieren kann.
Nachtrag vom 28. April 2012:
Die Sprachumstellung ist seit längerer Zeit nicht mehr nötig. Die Links bleiben aber identisch.
- Auf die eigene Kontoübersicht4 navigieren.
- Unter Sicherheit den Punkt Verwenden von Bestätigung in 2 Schritten5 auswählen.
- Bestätigung in zwei Schritten einrichten anklicken.
- Dem Wizard folgen.
- Für jede Anwendung eine eigenes Zugangspasswort generieren und dies der Anwendung mitteilen.
Arbeit: maximal 15 Minuten bei 6 Anwendungen (Android, Mail-Client, Kalender-Client (2x), Picasa, Adressbuch-Client).
Benefit
- Jede Anwendung hat ihr eigenes Passwort, falls ich meinen PC an eine nicht vertrauenswürdige Person weitergeben muss, lösche ich die Zugangspasswörter.
- Trojaner haben nur solange Zugriff auf meine Google-Daten solange ich aktiv eingeloggt bin.
- Randbemerkung: Es gibt die Möglichkeit sich die Autorisierung auf einem PC und einem Browser für 30 Tage merken zu lassen. So wird nur noch das Passwort benötigt, nicht den PIN.
Ist auf fremden Rechner nicht zu empfehlen.
- Randbemerkung: Es gibt die Möglichkeit sich die Autorisierung auf einem PC und einem Browser für 30 Tage merken zu lassen. So wird nur noch das Passwort benötigt, nicht den PIN.
- Mein Passwort muss ich wissen. Wenn ich es ändern will, werden keine weiteren Anwendungen in"Mitleidenschafft" gezogen.
- https://www.google.com/accounts/b/0/IssuedAuthSubTokens?hl=de ↩
- http://www.20min.ch/digital/dossier/google/story/Google-will-Hacker-ins-Abseits-stellen-27457400 ↩
- https://www.google.com/support/forum/p/Google%20Mail/thread?tid=228e0a1581d6f30f&hl=de ↩
- https://www.google.com/accounts/ManageAccount ↩
- https://www.google.com/accounts/SmsAuthConfig ↩
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Howto: Apache2, VHost und Catch-All mit Redirect
Vorwort: Ich fragte mich wie ich, wie ich ein Sammel-VHost mache (in der Regel www.domain.tld), und alle Sub-Domains welche nicht existieren mittels redirect auf den Sammelhost umleite. Nach diverser Literatur versuche ich das ganze konzentriert hier aufzuschreiben, um später selber nachschauen zu können
Die Anleitung ist für ein Unix/Linux System ausgelegt, sollte aber mit Pfadanpassungen theoretisch auch auf einem Windows System laufen.
Zuerst das benötigte minimale Vorwissen:
- Wie werden VHosts mit Apache2 erstellt und aktiviert
- Wie schalte ich Module in Apache
Diese Punkte werden hier nicht direkt behandelt, aber dafür ein paar wichtige Hintergrundinformationen genannt. Um das redirect anschliessend einschalten zu können, muss das Modul mod_rewrite geladen werden, was in der Regel schon gemacht ist.
1. VHost am richtigen Ort definieren
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Drupal 7: Installation mit Hindernissen bei Hostpoint
Drupal ist ein verbreitetes CMS 1 für etliche Möglichkeiten. Die einen lieben es, die anderen hassen es und die dritten wissen nicht mal was das ist.
Wer das aktuelle Drupal 7 auf ein Shared Hosting von Hostpoint kopiert und nachher via Browser die Seite aufrufen will, bekommt einen Error 500 zurückgeliefert. Dies liegt an der .htaccess Datei, welche eine Option beinhaltet, welche Hostpoint nicht unterstützt. Darum muss die Datei wie folgt geändert werden:
# Follow symbolic links in this directory. #Options +FollowSymLinks
Diese Datei wieder hochladen, und anschliessend kann die Installation bzw. das Update nach Anleitung gestartet werden.
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Kostendruck – Armee abschaffen?
Hin und wieder fragt sich Herr und Frau Schweizer über den Sinn der Armee und ob es sie noch braucht. Ob eine militärische Gefahr droht oder in absehbarer Zeit drohen wird, und wieso man jedes Jahr über die Finanzierung der Armee in Bern gestritten diskutiert wird. Es stellt sich die Frage: Was sind die alternativen? Mehr Polizisten, die dann unterbeschäftigt wären? Eine andere Organisationsform? Miliz-Polizisten? Oder doch gleich Armee?
Aber zuerst ein paar Fakten zum heutigen Stand und wo es die Armee in ihrem breiten Leistungsspektrum braucht:
WEF, EM und Patrouille des Glaciers (PDG) -um nur einige zu nennen - wären ohne einen Dienstleister wie die Armee gar nicht möglich. Heute hat die Polizei gar nicht das Personal, die benötigten Telekommunikationsmittel und die benötigten weiteren logistischen Mittel um sowohl WEF als auch EM im Alleingang zu stellen. Zudem hätte die Polizei sowie die Feuerwehr und Ambulanz bei einem katastrophalen Ereignis weder die Personal- noch die Materialressourcen um effizient und effektiv vor Ort sein zu können.
Nun, wo wird die Armee heute im Jahr - zum Teil durch die Bevölkerung nicht sichtbar - aktiv als Dienstleister gebraucht? Überall dort, wo die Kommunikationsverbindungen entweder von der Privatwirtschaft nicht erbracht werden können oder wollen, oder deren Qualität im Bezug auf Sicherheit nicht ausreichen. PDG wird zwar in Zusammenarbeit mit Swisscom erbracht, Swisscom hat aber das nötige Personal nicht um die Route jeweils komplett ausleuchten zu können. Und für knapp eine Woche im Jahr wird Swisscom nicht zusätzliche 501 Personen anstellen, um die benötigen Stationen aufzustellen, zu unterhalten und zu betreiben. Kommen alleine bei PDG noch die Transportkosten und Transportmittel. Vielfach ist der Helikopter genau bei PDG die einzige Möglichkeit das Material an Ort und Stelle zu bringen und genau hier wäre auch wieder das zivile Problem. KEIN ziviler Anbieter kann sich ein Super-Puma oder ähnliches leisten, welches genügend Last transportieren kann.
Viele grössere Veranstaltungen greifen irgendwo im Rückwärtigen wieder auf die Leistungen der Armee zurück, da kein privater Anbieter in der Lage ist, die benötigten Mittel an Lager zu haben oder Personal auf Reserve einzustellen.
Sobald internationale politische Gäste in unser Land kommen, muss die Schweiz zusätzlich für deren Sicherheit garantieren können, und dies auf Land, Wasser und Luft. Auch hier stellt sich die Frage, wer die Lufthoheit hat, und wer die Garantie für den Luftraum übernimmt. Die Polizei hat in der heutigen Struktur keine Lufthoheit.
Wie schnell die zivilen Mittel (Polizei) erschöpft sind wenn es um die Sicherheit geht, hat die letzte grössere Übung AEROPORTO 10 gezeigt. Ein paar Attrappen reichen, um die kantonale Polizei aus der Reserve zu locken. In einem solchen Fall gilt es die Räume zu sichern, Material und Personen zu durchleuchten und unbefugten Eintritt in sicherheitsrelevante Zonen aktiv zu unterbinden. Zudem müssen Telekommunikationsverbindungen zu Stabsstellen und unter Umständen zu politischen Stellen (Bundesbern) zeitkritisch und verschlüsselt eingerichtet werden. 2
Aktives unterbinden von unbefugten Zutritt zu irgend einer Zone stellt implizit die Frage der Möglichkeit, wie solch ein Zutritt unterbunden werden kann. In jedem Fall bindet es aber Personen, welche physisch und psychisch den Zutritt verweigern können. Ein STOPP-Schild reicht nicht, eine verschlossene Tür unter Umständen auch nicht, und Überwachungskameras nützen nur dann etwas, wenn voraus geschaut werden kann und das Material aktiv analysiert wird.
Nicht erwähnt wurden die Umweltkatastrophen, welche auch jeweils plötzlich Personal und Material binden.
Nun, es sollte nun ersichtlich sein, dass es irgend ein Gefäss braucht, das neben der Polizei die Waffenhoheit hat, genügend Material für Telekommunikation und anderes Material für Katastrophen und Einsätze aller Art zur Verfügung hat. Zudem sollte das Personal gut ausgebildet sein, nur in aktiven Einsätzen etwas anwesend sein und zudem nichts kosten. Da alleine Material nie gratis ist und dies zudem gewartet werden will, kann der letzte Punkt vernachlässigt werden. Um einen Personalkostenvergleich anhand eines ausgebildeten Polizisten und eines ausgebildeten Soldaten einmal kurz zu veranschaulichen hier ein Beispiel:
Im Kanton Bern verdient ein ausgebildeter Polizist im Minimum ca. 5300.- Brutto. Macht im Stundenlohn angestellt ca. 36.- Fr, auf einen Tag an 8 1/2 h (42h Woche) 306.- Fr. Ein Soldat kostet im Minimum 51.- Fr EO und 5 Fr Sold, also 56.- Fr. je Tag. Und: Ein Arbeitstag eines Soldaten geht in der Regel 13h ohne Essenszeiten.
Quintessenz: Wenn die Armee als solches abgeschafft werden soll, braucht es andere Milizorganisationen welche in der Gesamtsumme einen ähnlichen Dienstleistungsaufwand zu ähnlichen Preisen ermöglichen. Wenn die Aufgaben in verschiedene Organisationen gesplittet werden, wird der gesamte Personalbedarf automatisch erhöht, was automatisch zu höheren Kosten führt. Wenn alle Organisationen aber auf den gleichen Materialbestand zugreifen müssen, wird der Organisationsaufwand weiter erhöht, was auch wieder zu mehr Kosten führt.
Fazit: Um die Abschaffung der Armee zu Umgehen benennen wir sie doch einfach um. Kommt billig, bringt die gleichen Leistung zu einem günstigen Preis und funktioniert, wie dem allgemeinen Echo der Dienstleistungsbezüger zu entnehmen ist.
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Die Schweiz Vorreiter im Abschaffen von Internet-Hilfspolizisten
Endlich ein definitives aus für private Schnüffeleien nach IP-Adressen und dessen Verkauf. Via Blognachricht von Denis Simonet darauf aufmerksam geworden:
Das Bundesgericht stellt in ihrem Entscheid im Fall Logistep AG klar, das IP-Adressen Personendaten sind, und somit den Schutzwert dieser Daten höher zu bewerten ist als die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.
Der Eidgenössische Datenschützer zeigt sich in einer Medienmitteilung bestätigt:
as Bundes gericht ist der Argumentation des EDÖB praktisch vollumfänglich gefolgt und setzt damit ein Zeichen gegen die auch in anderen Bereichen erkennbare Tendenz von Privaten, Aufgaben an sich zu ziehen, die klar dem Rechtsstaat obliegen.
Seine Zusammenfassung des Urteils:
Laut heute ergangenem Urteil des Bundesgerichts in Lausanne sind IP-Adressen eindeutig Personendaten, womit sie unter das Datenschutzgesetz fallen. Weiter erachtet es das höchste Gericht in einer Mehrheitsentscheidung als unzulässig, wenn private Unternehmen heimlich IP-Adressen ausforschen. Dafür, so der heutige Bundesgerichtsentscheid, fehle ein ausreichender Rechtfertigungsgrund. Die Firma Logistep AG darf ab sofort keine Daten mehr sammeln und weitergeben, d.h. sie muss jede Datenbearbeitung im Bereich des Urheberrechts einstellen.
Leider haben seriöse Zeitungsverlage diese Mitteilung noch nicht auf ihren Seiten publiziert. Der Artikel bei 20min online ist definitv einseitig aus Unternehmenssicht von Logistep AG gefärbt.
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Arbeitslosenversicherung, schlechter Revisionsvorschlag
Und wiedereinmal darf der stimmberechtigte Bürger der Schweiz seine Meinung zu einer Vorlage kundtun. Auch wenn die Änderungen vertretbar ausschauen (zumindest auf den ersten Blick), sind die Auswirkungen für die Benachteiligten umso grösser. Lehrlinge, welche nicht in der Lehrfirma weiterarbeiten können und nicht sofort einen neuen Arbeitgeber finden, werden am meisten bestraft. Die Befürworter argumentieren - wie üblich - dass dies der beste Weg für Firmen, minimale Einschränkungen der Beschäftigten und der Berücksichtigung der konjunkturellen Lage.
Nur, wie entstand der "plötzliche" Schuldenberg seit der letzten Änderung der Arbeitslosenversicherung in 2004? Die Beiträge wurden von 3% auf 2% gekürzt, da mit einer generellen Arbeitslosigkeit von 2.5% ausgegangen worden war. Es zeigte sich - wie damals schon kritische Stimmen von sich hören liessen - dass der Prozentsatz auf ca. 3.2% liegen blieb.
Statt jetzt einfach die fehlerhafte Korrektur von 2004 wieder angemessen zu erhöhen, wird gleich die gesamte Versicherung angepasst, sowie Einsparungen bei jenen Personen gemacht, welche die ALV benötigen.
Die Ablehnung der Revision bedeutet zum Glück aber nicht, dass die nächsten 6 Jahre weiterhin Schulden über Schulden gehäuft werden. In diesem Fall wäre der Bundesrat gezwungen, die Beiträge zu erhöhen, was laut seiner Aussage zunächst eine Erhöhung auf 2.5% sein wird. Gleich viel, wie die Revision fordert, aber ohne den Abbau der Versicherungsleistungen. Falls dies nicht reichen würde, wäre eine spätere Erhöhung ebenfalls möglich.
Aus diesem Grund: NEIN zur Revision der Arbeitslosenversicherung. Es wird kein Abbau der Leistungen stattfinden, und dennoch werden, wie in der bestehenden Arbeitslosenversicherung definiert, die Beiträge auf ein gesundes Niveau erhöht.
Quellen:
- Abstimmungsunterlagen
- Abstimmung 26.09.2010: Revision der Arbeitslosenversicherung - Vimentis.
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Nein zur Aufhebung der Wehrpflicht
Wie durch die Medien wohl schon bekannt, wollen SP, die feminischtische Friedensorganisation (kurz cfd, Männer haben wohl nichts zu suchen), die Grünen und unsere allseits geliebte GSoA die allgemeine Wehrpflicht aufhaben.
Die Initiative im Gesetzestext:
I Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert:
Art. 59 Militär- und Zivildienst
¹Niemand kann verpflichtet werden, Militärdienst zu leisten.
²Die Schweiz hat einen freiwilligen Zivildienst.
³Der Bund erlässt Vorschriften über den angemessenen Ersatz des Erwerbsausfalls für Personen, die Dienst leisten.
4Personen, die Dienst leisten und dabei gesundheitlichen Schaden erleiden oder ihr Leben verlieren,
haben für sich oder ihre Angehörigen Anspruch auf angemessene Unterstützung des Bundes.
II Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt geändert:
Art. 197 Ziff. 8 (neu)
8. Übergangsbestimmungen zu Art. 59 (Militär- und Zivildienst)
Tritt die Bundesgesetzgebung nicht innerhalb von fünf Jahren nach Annahme der Aufhebung der Militärdienstpflicht und der
Einführung des freiwilligen Zivildienstes im Sinne von Artikel 59 Absätze 1 und 2 durch Volk und Stände in Kraft, so erlässt
der Bundesrat die nötigen Ausführungsbestimmungen auf dem Verordnungsweg.
In Kürze die Bedeutung:
- In der Armee wird es noch 2 Sorten Menschenschlag geben:
- Berufsmilitär und Zeitmilitär aus finanziellen Gründen
- Aus ideologischen Gründen
- Zivilschutz wird faktisch nicht mehr existieren
Da stellen sich zwingend zwei Fragen:
- Wer übernimmt nun jene Tätigkeiten? Dazu gehören nicht nur Raumsicherung und ähnliches militärisches Geplänkel, sondern auch Sicherung und Unterstüzung bei Grossveranstaltungen, bei welchem auch der Zivilschutz tatkräftig und günstig mithilft.
- Wer bezahlt die neuen und teureren Helfern?
Da der Dienst ja nun freiwillig ist, stelle ich die provokante Frage: Wieso jene bezahlen? Sind ja selber Schuld das sie helfen. In den wenigsten Vereinen bekommt ein Mitglied einen finanziellen Ausgleich, meist ist die Mitgliedschaft aber mit einem Mitgliederbeitrag verknüpft. Nur: Dann fänden sich noch weniger Personen, welche mithelfen unpopulärere Grossanlässe (WEF, eidg. Schwingerfest, Sanidienst während der Euro 08 in der PublicViewing Zone) tatkräftig zu unterstüzen.
Der Miliz-Gedanke hingegen hat viele Vorteile. Es verhindert, dass einige wenige verrückte Personen wichtige Elemente alleine beherschen können. Es verhindert, dass wir eine Armee haben, welche von Rambos, Schiesswütigen und Militärköpfen beherscht wird. Zudem bringt es massiv kürzere Ausbildungszeiten, da man Mechaniker aus der Industrie auch in der Armee als Mechaniker brauchen kann. Ausnahmen bestätigen die Regel, und haben meist mit einer schlechten Rekrutierungsstruktur vor Ort zu tun.
Nun, wie würden die Kosten aussehen? Dazu hat vimentis.ch eine Zusammenstellung der Kosten erstellt, welche realistisch erscheint.
| 1 | Beibehaltung der heutigen Armee | International vernetzte Armee | Armee für die innere Sicherheit | Klassische Verteidi- gungs- armee | Abschaffung der Armee |
| Haupt- aufträge | Existenzsiche- rung, Raum- sicherung & Verteidigung, Friedensförde- rung | Friedens- förderung | Existenz- sicherung | Verteidigung | - |
| Optimale Form | Milizarmee mit allg. Wehr- pflicht | Berufsarmee | Freiwillige Milizarmee oder Berufsarmee | Freiwillige Milizarmee | - |
| Kosten | Ca. 5 - 5 Mrd. | Ca. 2 - 3 Mrd. | Ca. 2 Mrd. | Ca. 3.5 - 4 Mrd. | Ca. 1.5 Mrd. |
Das würde heissen, dass eine freiwilige Milizarmee die personellen Resourcen nur für eine Existenzsicherung oder für eine Verteidigungsarmee hat, nicht mehr aber für alle weiteren Aufträge der Armee. Darum stellt sich die Frage:
- Was für einen Menschenschlag wollen wir in unserer Armee?
- Und was für eine Armee wollen wir?
Eine Frage, welche sich SP und alle anderen Parteien welche für die Aufhebung der Wehrpflicht nicht stellen lassen wollen. Die Sicht der GSoA ist wohl die ehrlichste und die klarste.
- Quelle: vimentis.ch ↩
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