(bissige?) Blogs eines Schweizers Blogs, die das Leben schreibt

31Okt/080

Labelsex: Und wie kam es dazu?

20minunten interviewte vor ein paar Tagen  Allan Guggenbühl über Labelsex. Etliche Blogs, darunter auch monokel.wordpress.com. Aber selbst der Artikel sagt nicht klar, welche Gründe es alles dafür gibt.

Einer, der genannt wurde, ist die heutige Alltäglichkeit von Pornographie. Kein Schulareal wo nicht halboffen darüber gesprochen wird, und ausgefragt. Aber das ist nur eine Seite.

Die 2. ist die Labelgesellschaft. Musik jeder Art zwingt ihre Fans eine bestimmte Art Kleidung zu tragen. Zu jeder Jahreszeit kommt eine neue Mode heraus, und Labels machen solche Kleidung zu teuren Preisen (trotz China-Produktion). Und der Gruppendruck zwingt fast, entweder die Eltern für mehr Sackgeld zu fragen, Freunde anzupumpen oder das Geld auf eine andere Art zu beziehen.

Einige schreien nach dem Erhöhen des Schutzalters (nicht die schlechteste Idee), andere wollen dies so lassen, und weiteren ist es schlichtweg egal, was die heutige Jugend so treibt.

Die Frage aber ist: Will man das Problem an der Wurzel packen? Und wenn ja: Wie?

Wenn Prostitution unter Jugendlichen zum Altag wird, ist das nicht die neue gute Form der Gesellschaft, sondern aus meiner Sicht die Unverantwortung der "alten" Gesellschaft, dass es überhaupt so weit gekommen ist. Eine Gesellschaft, die es sich lieber bequem auf jede Art macht, und das ganze der nächsten Generation überlässt.

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28Okt/080

Fauler Kompromiss bei Auslandseinsätzen der Schweizer Armee

Oder auch: Verlust des Sinnes unserer Armee
Oder auch: Aktive Zerstörung der Neutralität

Bis dato konnte kein Angehöriger der Armee (kurz AdA) für Auslandseinsätze gezwungen werden. Jeder Einsatz musste freiwillig geschehen, und wurde Vertraglich festgehalten. Generell war und ist die Armee als eine verteidigende Armee ausgelegt, und sollte nicht pro-aktiv wirken. Bis heute sind auch die "freiwilligen" Einsätze für Kosovo recht umstritten.

Neu will die Sicherheitspolitische Kommision (kurz SiK), dass Wiederholungskurse (kurz WK) auch im Ausland durchgeführt werden dürfen, und somit ein AdA dazu verpflichtet werden kann. Zwar will in der neuen Fassung die SiK dies nur erlauben, wenn der Ausbildungsdienst nicht im eigenen Land stattfinden kann, bzw dies unmöglich ist.

Nun, ab wann ist ein WK für die Bedürfnisse einer Armee zur Verteidigung nicht mehr im eigenen Land durchführbar? Ab wann kann eine Armee die primär auf die Verteidigung (Dazu gehört auch Raumsicherung!) ausgerichtet sein sollte, in fremdes Theritorium vordringen, oder Übungen nicht mehr im eigenen Gebiet durchführen?

Dazu gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Die Aufgaben haben sich grundlegend so weit geändert, dass die Doktrin angepasst werden muss, und unsere Armee nicht mehr eine verteidigende Armee ist, sondern auch pro-aktiv wirken will, und sich somit auf grösserem Gebiet selber beüben muss, um später evnt. auch den Aggressor zu sein.
  2. Die Armee soll vermehrt im Ausland operieren, um sogenannte Friedensfördernde Massnahmen durchführen zu können, was im Prinzip nicht mehr ist, als Ruhe mit Waffengewalt durchzusetzen, und somit eigentlich gegen die Neutralität steht, da wir uns aggressiv gegen die Selbstkontrolle der dortigen Politik vorgehen, und jenen Personen nicht zutrauen, dass sie solche Probleme selber lösen können oder wollen.

Der einzige legitime Grund für Auslandseinsätze ist eigentlich für die Luftwaffe, da unser Land wirklich zu klein ist, um die vollen Möglichkeiten der Jets auszutesten, oder die Luftabwehrwaffen einmal in echt zu sehen. Zu letzterem hat unser Land zuviel Flugverkehr, dass jeder solcher Einsatz schwerwiegende Folgen haben könnte, was wir uns (zu Recht) nicht leisten wollen und können.

Aber jede andere Variante verstösst aus meiner Sicht gegen die Neutralität und gefährdet unsere politische Position im Ausland. Diese neue aktive Neutralität ist nicht mehr neutral, sondern egoistisch, unbedacht, kurzsichtig.

Quellen: 20min.ch, nzzonline.ch

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27Okt/082

Sicherheitslücken von RFID

Oder auch: Wenn der biometrische Pass nicht sicher ist

Da denkt man als Informatiker, die Industrie habe dazugelehrnt, dass veraltete Verschlüsselungsalgorythmen nie sicher sind. Und nun lese ich auf heise.de, dass einer dieser Schlüssel bei RFID eingesetzt wurde.

Nun, zuerstmal: Was ist RFID und was hat das mit dem Pass zu tun?

RFID ist die Abkürzung für Radio Frequency Identification, was in etwa mit Identifikation mit elektromagnetischen Wellen bedeutet. Oder auch anders ausgedrückt: Datenaustausch ohne aktives zutun des Karteninhabers. Um dem ganzen auch ein Gesicht zu geben: Ein Chip, von dem Daten gelesen werden können, ohne dass sie die Karte aus dem Portmonee nehmen müssen, z.B. ein Türöffner, ein Personalausweis, oder eben auch der neue biometrische Pass.
Auf diesem werden die Daten, die elektronisch gespeichert sind, auf einem solchen RFID-Chip abgelegt sein, damit das Auslesen einfacher geht.

Nun die Problematik der Geschichte: Eigentlich sollten die Daten zwischen Lesegerät und Chip verschlüsselt stattfinden, und nur zugelassene Lesegeräte dürften den Chip auslsen. Leider haben wohl ein Hersteller zuwenig darauf geachtet, und einen alten und schon geknackten Verschlüsselungsalgorythmus genommen. Das war im März dieses Jahres, der Hersteller hat Verbesserung (nachdem unabhängige Personen die Firma auf diesen Missstand aufmerksam machen mussten!) versprochen, und eine verbesserte Variante herausgebracht. Aus Kompatibilitätsgründen können die neuen Chips aber mit alten Lesegeräten immer noch auf diesem Weg kommunizieren. Jetzt kursiert aber im Internet schon ein Programm, welches es Personen mit Programmierkenntnissen das Auslesen von Chips auf Distanz (ca. 1-2m) relativ einfach macht. Diese ausgelesene Daten können für alles gebraucht werden, wofür der Orginalchip gedacht war.

Und der biometrische Pass, der kommen soll? Leider wissen wir nicht, was für ein Chip darin ist, und welche Verschlüsselung er hat. Aber zumindest die Daten können, wenn auch verschlüsselt, 1:1 kopiert werden. Und RFID-Chips können 1:1 kopiert werden, was dem Missbrauch Tür und Tor öffnet.

Falls sie schon einen biometrischen Pass haben, empfehle ich ihnen, ihn immer in Alufolie einzupacken, und nur bei gebrauch auszupacken. RFID-Chips senden in der Regel nicht von sich aus, d.H. dem Chip kann in der Folie nichts passieren.

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27Okt/080

DE will sich dem europäischen Parlament widersetzen

Vor ein paar Tagen schrieb ich zu den Auswüschen im Europäischen Parlament. Laut dem Bericht auf heise.de dürften auf Deutschen Flughäfen keine solchen Scanner eingesetzt werden. Zitat:

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) schloss den Einsatz der umstrittenen Geräte aus, solange die Ganzkörperscanner Fluggäste nackt abbilden. Er halte es zwar für richtig, Geräte zu entwickeln, die das Abtasten von Passagieren ersetzen: "So lange solche Bilder entstehen, werden sie nicht eingesetzt werden", kommentierte Schäuble laut dpa unter Bezugnahme auf Aufnahmen der Ganzkörperscanner, in denen Personen vollständig nackt zu sehen sind.

Meine Intepretation dieser Aussage: Sobald die Bilder verunschärft werden, und nicht mehr jedes Detail der "nackten" Person zu erkennen sei, könne man über eine Zulassung diskutieren. Nun, wer definiert: "jedes Detail"?

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24Okt/080

OpenVPN unter Linux

OpenVPN ist ja, wie der Name schon sagt, eine offene VPN-Implementation. Trotz dem gibt es Tücken unter vielen Linuxdistributionen, welche mit dem NetworkManager arbeiten. Genauer, wenn die gelieferte Zertifikatsdatei eine pk12-Datei ist, wofür der NetworkManager noch keine Verwendung findet.

Die Lösung hab ich in einem anderen Blog gefunden:
http://www.treg.be/blog/

  • Das CA-Zertifikat extrahieren:
    openssl pkcs12 -in client.p12 -out client.pem
  • User-Zertifikat extrahieren:
    openssl pkcs12 -in client.p12 -out client.crt -clcerts -nokeys
  • Den Privatschlüssel extrahieren:
    openssl pkcs12 -in client.p12 -out client.crt -clcerts -nokeys

Danach das ganze in etwa wie im nebenstehenden GUI für die openVPN-Konfiguration eingeben, speichern, und fertig. Noch zur Vollständigkeit: Beim 1. und 3. Schritt müsst ihr zuerst euer Passwort für den Key eingeben, und 2x ein eigenes für den PrivateKey.

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23Okt/080

George Orwell lässt grüssen

Scanner

BodyScanner

BodyScanner von L3-com

oder: Der Verlust der letzen Persönlichkeit

Schon länger wurde darüber gemunkelt. Die USA haben es schon, am Zürcher Flughafen wird es bereits getestet, und das EU-Parlament will es generell erlauben: Ganzkörperscanner an den Flughäfen.

Zuerst: Was ist und was macht ein solcher Scanner? Im Prinzip ist es im weitesten Sinn eine Kabine, die innert Sekunden den Körper mit Scannt, und so alles erkennen lässt, was unter den Kleidern verborgen ist. Alles heisst alles. Neben verborgenen Messern, stumpfen Waffen, Kleingeld, Schmuck auch Implantate, Körperdetails usw.

Das natürlich alles zum Wohle der allgemeinen Sicherheit. Aber über Datenschutz, Persönlichkeitsschutz und Recht wurde nicht weiter nachgedacht. Kann man ja alles Anpassen. Sind nur Schriftstücke, die eh einmal geändert oder revidiert werden müssen. Mit dem Bürger kann man das ja machen.

Dazu empfehle ich den Beitrag auf Zoomer.de.

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22Okt/080

Wie man von eigenen Problemen ablenkt

Oder: Wo Licht ist, ist auch Schatten

Gestern standen die Meldungen in den Onlinezeitungen (nzz.ch, 20min), am Abend kam es in der Tagesschau und heute steht es in den Druckausgaben der Zeitungen:
Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück will die OECD dazu bringen, die Schweiz auf die schwarze Liste der Steueroasen setzen lassen.

Seiner Aussage nach, sei unser Banksystem ein Negativbeispiel für das bekämpfen von Steuerflucht. Unsere Gesetzgebung könne bei einem Verdacht nicht helfen, was dieses Gesellschaftsproblem fördere. Dazu soll OECD bis im Sommer 2009 die heutige Liste (Andorra, Monaco und Liechtenstein) anpassen und erweitern, darunter eben die Schweiz und Österreich.

Statt nun die eigenen Probleme in Deutschland mit Arbeit, Steuergeschenke, Gesetzeswut und Arbeitslosigkeit im grossen Stil zu begegnen, wird nun versucht die Schuld auf andere Länder mit mehr Datenschutz  und klarer Gesetzgebung für Datenaustausch anzugreifen.

Zum Glück muss in der OECD jedes Mitglied zustimmen, um neue Beschlüsse anzuerkennen. Und die Schweiz ist ein Mitglied der OECD.

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19Okt/081

Ölpreise, theoretischer Vorteil der Finanzkriese

Heute steht in der NZZ-Online einen interessanten Artikel:

Preise deutlich gesunken

Die Massnahme solle wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schaffen, sagte der Politiker. Khelil erinnerte daran, dass der Ölpreis im Juli noch einen Spitzenwert von 147 Dollar pro Fass gehabt habe. Am Donnerstag habe der Fasspreis in London bei 68 Dollar und in New York bei 72,30 Dollar gelegen.

Nun, laut Tankstellenangaben sind die Preise immer noch gleich hoch. Zudem bezweifle ich, dass jene Preise so schnell nach unten korrigiert werden, wie sie in die höhe geschossen sind.

Und was macht die Opec, jetzt wo ihr Rohöl rassant billiger geworden ist, und nun wieder einen "alten" Stand erreicht hat? Sie wollen die Fördermenge drosseln, um den Preis wieder künstlich in die höhe zu heben.

Wie im Titel erwähnt: Theoretisch sollten die Ölpreise wieder markant billiger werden, dagegen wehren sich aber alle, die an den hohen Preisen mehr verdienen. So kann man Schurkenstaaten auch kennzeichnen.

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19Okt/080

Wir können über den biometrischen Pass abstimmen

Eine Meldung die sogar eine deutsche Heise-Verlag zu einem Artikel veranlasst hat: Wir können als einziges Land über die biometrische Reisepässen abstimmen. Das Referendum ist ohne grossen Medienputsch zu einem guten Resulatat von 63'733 gültigen Unterschriften gekommen.

Wir haben nun die Möglichkeit als einziges Land zu entscheiden, ob in Zukunft Pässe (und indirekt auch die ID) zwingend mit biometrischen Daten zu versehen sind, oder ob der einzelne Bürger dies frei entschieden darf.

Nun, man mag sich fragen, was din überhaupt biometrische Daten? Im momentanen Entwurf gehören unter anderem dazu:

  • digitaler Fingerabdruck
  • digital aufbereitetes Foto

Welche weiteren Daten auf dem RFID Chip noch enthalten sind, enzieht sich meiner Kentnisse. Und somit ist auch schon das 2. Problem angesprochen: RFID-Chip. Ein RFID-Chip ist ein Datenspeicher, aus dem ohne Berührung Daten ausgelesen werden können. D.H. ich muss den Pass oder die ID gar nicht aus der Tasche nehmen, es reicht wenn ich durch eine Schranke, analog von einer Metalldetektionsschranke, hindurchlaufe, und die Daten werden ohne mein zutzun ausgelesen. Eigentlich braucht es nicht mal eine Schranke, je nach technischer Reife der Auslesegeräte kann das auf mehrere Meter abstand passieren. Was somit dem Identitätendiebstahl Tür und Tor öffnet.

Nun, alle guten Dinge sind ja drei, wollen wir das auch hier so halten: Der 3. Punkt ist die gewünschte Datenbank, in der alle Daten, die in den RFID-Chip eingepflanzt werden, gespeichert werden. Das ist so an sich ja auch noch nicht schlimm, aber lässt dem Informationsrausch der heutigen Zeit weitere Begehrlichkeiten erhoffen. So wäre es eigentlich nicht weiter schwierig, aus den verschiedenen Krankenkassen die Daten zu ihrer einzigen Identität hinzuzufügen, aus dem Strafregister auch noch eine Verknüpfung herzustellen, und aus der Steuerverwaltung auch gleich ihre Liquidität überprüfen.

Dazu abschliessend noch dieses Szenario aus der Diplomarbeit von Halil Özel:

Pizzalieferant Marly: Pizza Palace Lieferung in 30 Min. oder Geld zurück, mein Name ist Marly wie lautet ihre Bestellung? Mr. Kelly: Hi Marly, ja, ich möchte bestellen… Marly: Mr. Kelly, richtig? Mr. Kelly: aaa…. Ja…Marly: Danke, dass Sie wieder anrufen, Ihre nationale Identifikationsnummer lautet: 6102049998 – 45 – 54610 richtig? Mr. Kelly: aaa….. ja.

Marly: Danke Mr. Kelly, ich sehe Ihre Adresse lautet 736 Montrose Court und Sie rufen von ihrem Handy aus an, sind sie zu Hause? Mr. Kelly: aaa… nein, ich bin auf der Arbeit Marly: Oh wir können zu Bobs Autoteile liefern, 175 Lincoln AVE richtig? Mr. Kelly: Nein, ich bin auf dem Weg nach Hause, woher wissen Sie das alles? Marly: Oh wir sind jetzt mit dem System verbunden Mr. Kelly: Hm… ich möchte 2 Ihrer Spezialpizzen mit doppelt Fleisch bestellen.

Marly: O.k., darauf gibt es aber 20 Dollar Aufpreis Mr. Kelly: Was meinen Sie? Marly: Laut dem System zeigen Ihre medizinischen Daten, dass Sie einen extrem hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel haben. Wir haben einen Vertrag mit ihrer Krankenversicherung, sodass Sie die Pizza bestellen können, wenn Sie schriftlich auf alle diesbezüglichen Krankenkassenzahlungen verzichten Mr. Kelly: Was? Marly: Stimmen Sie zu? Sie können die Verzichtserklärung bei der Lieferung unterschreiben, es kommen aber Verwaltungsgebühren dazu, das Ganze macht 67 Dollar. Mr. Kelly: 67 Dollar? Marly: inklusive 15 Dollar Aufschlag für das Liefern in einer orangefarbenen Gefahrenzone Mr. Kelly: Ich lebe in einer orangenfarbenen Zone? Marly: Natürlich, da war ein weiterer Überfall in Ihrer Straße gestern, hmmmm… Sie könnten 48 Dollar sparen, indem sie unsere Gemüsepizza bestellen und sich die Pizza selber abholen. Es sind Tofustäbchen dabei, sehr lecker und gesund. Mr. Kelly: Aber ich möchte doppelt Fleisch!

Marly: Dann können Sie sich auch die 67 Dollar leisten, … Sie haben eben Tickets nach Hawaii bestellt, die waren auch nicht billig, aaa… ich sehe gerade, Sie haben letzte Woche das Buch „Sparen im Urlaub ausgeliehen“, Ihre Entscheidung! Mr. Kelly: O.k., o.k. ich nehme die Gemüsepizza Marly: Gute Wahl, Sie müssen auf ihre Linie achten wenn Sie an den Strand wollen. Ein Meter Bauchumfang he? Wow.. da haben Sie das Gemüse nötig. Mr. Kelly: (Genervt) Wie viel macht das? Marly: Es gibt ein Rabatt-Coupon über 3 Dollar in der aktuellen Ausgabe von Total Men´s Fitness, ihre Frau abonniert die, oder? Das macht dann zusammen 19.99 Dollar. UPS.. alle ihre Kreditkarten sind am Limit, halten sie Bargeld bereit.“

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19Okt/080

Bern schaltet doch

Mit etwas verspätung kommt doch auch hier der Senf zur Berner Variante der Finanzkriese.

Wie wohl jetzt überall bekannt, spricht die Nationalbank 60 Milliarden Dollar für eine Zweckgesellschaft. Somit kann die UBS "faule" Wertpapiere auslagern, die im Moment keinen Gewinn bringen, und Geld blockieren. D.H. die UBS kann maximal Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Dollar auslagern, und so wieder flüssiges Geld machen.

Zudem stellt der Bund für eine Kapitalerhöhung mit 6 Milliarden Schweizer Franken bereit. Immerhin mit 12.5 % Jahreszins, aber dennoch ein haufen Geld. Nicht vergessen werden darf, dass in diesem Fall der Bund einen Einfluss von 9% erhält. Aber detailierter kann man das bei der NZZ.ch nachlesen.

Nun ja, wieso beschäftigt mich das?

Einerseits verstehe ich ja, dass man die UBS nicht bankrott sehen will, hängen doch zuviele KMU an der UBS (Darlehen, Hypotheken, usw). Das sagene jedenfalls dieverse Medien. Zudem ist die UBS die grösste Schweizer Bank, und die möchte man nicht verlieren. Aber: Sieht man hier nicht irgendwelche Anzeichen wie:

Je grösser du als Firma bist, je mehr Geld für dich im Spiel steht, desto mehr Fehler kannst dir erlauben, da ja der Staat es sich nicht leisten kann, dich untergehen zu lassen.

Falls dem nicht so ist, dann warte ich auf die Flut der KMUs, welche auch die Hände hinhalten wegen ihren Geschäftsproblemen auf Grund dieser Finanzkriese.

Um doch noch was positives zu sagen: Immerhin kommen jetzt die exorbitanten Entschädigungen vermehrt in den Blickfeld der obereren Entscheidungsträger. Ich hoffe, dass was daraus gelehrnt wird, auch wenn ich es bezweifle. Und wenn doch, wie wäre es mit meinem Vorschlag?

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