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Die Problematik mit dem Erben

Erstellt von Swissbite am Montag 7. Dezember 2009

Nun, ich hatte in den letzten Tagen ein paar interessante Diskussionen darüber, dass man selber nicht für die Schuld der Ahnen zur Verantwortung gezogen werden darf.

Aber wenn der erst kürzlich verstorbene Ahne ein paar Scheine Geld übrig hatte, darf man denn für die nicht selbst verdiente Kohle jene Einstreichen? Also nur das positive, nie das negative?

Nun, in jedem Fall, auch in unserem System, zahlt jemand für die Schuld. Wenn die Erben das Erbe ausschlagen, zahlt am Schluss der Gläubiger für die Schuld. Er bleibt auf seiner Tätigkeit sitzen ohne einen Gegenwert zu erhalten. Und das soll Gerecht sein? Wäre es nicht konsequent auch hier die Erben zur Kasse zu bitten? Oder wen schon dann kein Erbrecht mehr zu geben sondern gleich alles der Allgemeinheit (Staat) zu vermachen?

Wer das eine Fordert und das andere nicht will ist jemand, welcher nur die Sonnenseite haben will. Und es gibt Schulden, welche mehr verlangen als ein bisschen Geld.

Nun, genug Querverweise ohne Text, und genug Infos zwischen den Zeilen. Wer Ohren hat, der höre.

3 Kommentare zu “Die Problematik mit dem Erben”

  1. Simon sagt:

    Wäre es nicht konsequent auch hier die Erben zur Kasse zu bitten? Oder wen schon dann kein Erbrecht mehr zu geben sondern gleich alles der Allgemeinheit (Staat) zu vermachen?
    Zu dieser Aussage stellen sich mir 2 Fragen.
    Erstens: Warum sind die Erben schuld für die Schulden ihres Ahnen? Auch das ist ungerecht.
    Zweitens: Sollte alles Erbe an den Staat gehen, können sich dann leicht die “Erben” verschulden (Begräbniss, Anwalt, … )
    Die Schuld wird auf beide Arten auf die Nachfahren abgedrückt! Ich frage mich, was die grössere Ungerechtigkeit ist.
    Wir sollten uns stattdessen fragen, woher die Schulden kommen, wer dem anderen Geld ohne Sicherheiten gibt usw. Und sollte ein Schuldner vorzeitig sterben, bekommt ein Gläubiger eh schon ein Anteil der Hinterlassenschaften.

    Unser System heute ist sicher nicht absolut gerecht, aber was du hier vorschlägst ist ebenso ungerecht.

  2. Swissbite sagt:

    Nun, du hast den Text zwischen den Zeilen nicht komplett verstanden. Aber dies lasse ich nun weiter offen :D

    Die Frage ist: Was ist Gerecht. Ist es Gerecht, den “Erben” den “Gewinn” der Vorfahren zuzuschreiben aber die Schulden auszuschlagen? Und es geht mir weniger um unser System in der Schweiz sondern um die Thematik allgemein.

    Sowenig wie man die Taube und den Spatz (5-Liber und Weggli) haben kann, sowenig kann man den Verdienst der Vorfahren ohne dessen Malus haben.

    Und irgendwer bezahlt den Malus. Sei es der Gläubiger, die Erben oder der Staat (also alle). Und irgendwer bekommt die Verdienste, sei es die Erben oder der Staat (in solchen Fällen gibt es ja meist keine Gläubiger mehr). Die Frage ist nur: Sollen dies unterschiedliche Parteien sein? Und gibt es Schulden, die so gross sind, dass sie über Generationen hinweg gehen?

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