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19Jul/104

Nein zur Aufhebung der Wehrpflicht

Wie durch die Medien wohl schon bekannt, wollen SP, die feminischtische Friedensorganisation (kurz cfd, Männer haben wohl nichts zu suchen), die Grünen und unsere allseits geliebte GSoA die allgemeine Wehrpflicht aufhaben.

Die Initiative im Gesetzestext:

I Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert:
Art. 59 Militär- und Zivildienst
¹Niemand kann verpflichtet werden, Militärdienst zu leisten.
²Die Schweiz hat einen freiwilligen Zivildienst.
³Der Bund erlässt Vorschriften über den angemessenen Ersatz des Erwerbsausfalls für Personen, die Dienst leisten.
4Personen, die Dienst leisten und dabei gesundheitlichen Schaden erleiden oder ihr Leben verlieren,
haben für sich oder ihre Angehörigen Anspruch auf angemessene Unterstützung des Bundes.
II Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt geändert:
Art. 197 Ziff. 8 (neu)
8. Übergangsbestimmungen zu Art. 59 (Militär- und Zivildienst)
Tritt die Bundesgesetzgebung nicht innerhalb von fünf Jahren nach Annahme der Aufhebung der Militärdienstpflicht und der
Einführung des freiwilligen Zivildienstes im Sinne von Artikel 59 Absätze 1 und 2 durch Volk und Stände in Kraft, so erlässt
der Bundesrat die nötigen Ausführungsbestimmungen auf dem Verordnungsweg.

In Kürze die Bedeutung:

  • In der Armee wird es noch 2 Sorten Menschenschlag geben:
    • Berufsmilitär und Zeitmilitär aus finanziellen Gründen
    • Aus ideologischen Gründen
  • Zivilschutz wird faktisch nicht mehr existieren

Da stellen sich zwingend zwei Fragen:

  1. Wer übernimmt nun jene Tätigkeiten? Dazu gehören nicht nur Raumsicherung und ähnliches militärisches Geplänkel, sondern auch Sicherung und Unterstüzung bei Grossveranstaltungen, bei welchem auch der Zivilschutz tatkräftig und günstig mithilft.
  2. Wer bezahlt die neuen und teureren Helfern?

Da der Dienst ja nun freiwillig ist, stelle ich die provokante Frage: Wieso jene bezahlen? Sind ja selber Schuld das sie helfen. In den wenigsten Vereinen bekommt ein Mitglied einen finanziellen Ausgleich, meist ist die Mitgliedschaft aber mit einem Mitgliederbeitrag verknüpft. Nur: Dann fänden sich noch weniger Personen, welche mithelfen unpopulärere Grossanlässe (WEF, eidg. Schwingerfest, Sanidienst während der Euro 08 in der PublicViewing Zone) tatkräftig zu unterstüzen.

Der Miliz-Gedanke hingegen hat viele Vorteile. Es verhindert, dass einige wenige verrückte Personen wichtige Elemente alleine beherschen können. Es verhindert, dass wir eine Armee haben, welche von Rambos, Schiesswütigen und Militärköpfen beherscht wird. Zudem bringt es massiv kürzere Ausbildungszeiten, da man Mechaniker aus der Industrie auch in der Armee als Mechaniker brauchen kann. Ausnahmen bestätigen die Regel, und haben meist mit einer schlechten Rekrutierungsstruktur vor Ort zu tun.

Nun, wie würden die Kosten aussehen? Dazu hat vimentis.ch eine Zusammenstellung der Kosten erstellt, welche realistisch erscheint.

1 Beibehaltung der heutigen Armee International vernetzte Armee Armee für die innere Sicherheit Klassische Verteidi- gungs- armee Abschaffung der Armee
Haupt- aufträge Existenzsiche- rung, Raum- sicherung & Verteidigung, Friedensförde- rung Friedens- förderung Existenz- sicherung Verteidigung -
Optimale Form Milizarmee mit allg. Wehr- pflicht Berufsarmee Freiwillige Milizarmee oder Berufsarmee Freiwillige Milizarmee -
Kosten Ca. 5 - 5 Mrd. Ca. 2 - 3 Mrd. Ca. 2 Mrd. Ca. 3.5 - 4 Mrd. Ca. 1.5 Mrd.

Das würde heissen, dass eine freiwilige Milizarmee die personellen Resourcen nur für eine Existenzsicherung oder für eine Verteidigungsarmee hat, nicht mehr aber für alle weiteren Aufträge der Armee. Darum stellt sich die Frage:

  1. Was für einen Menschenschlag wollen wir in unserer Armee?
  2. Und was für eine Armee wollen wir?

Eine Frage, welche sich SP und alle anderen Parteien welche für die Aufhebung der Wehrpflicht nicht stellen lassen wollen. Die Sicht der GSoA ist wohl die ehrlichste und die klarste.

  1. Quelle: vimentis.ch
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12Jul/100

Christ sein und Armee?

Prolog: Dies ist eine Sichtweise von vielen und behandelt nicht die diversen militärischen Tätigkeiten innerhalb der Schweizer Armee.

Christ sein

Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Math 6, 241

Beispiel gefällig? Ich versuchte einmal einen WK und ein Semesterende (Überlappung von 2 Wochen) unter einen Hut zu bringen. Mit dem Resultat: Niemand war zufrieden. Ich nicht, meine Vorgesetzten und Untergebenen nicht sowie mindestens ein Dozent nicht mit meiner Leistung. Ich befand mich zwischen Stuhl und Bank, mit dem Resultat, dass ich beidem nicht die nötige Aufmerksamkeit geben konnte.

Lesson learnt: Nie mehr WK und Semesterende unter einen Hut bringen zu wollen. Funktioniert eh nicht, und wenn doch dann nur eines von beidem.

Diese Aussage von Jesus geht aber eigentlich soweit, dass man seine Interessen und die Interessen von Gott für einem selbst nicht auf gleiche Stufe setzen kann, ohne entweder die eigenen oder jene von Gott zu vernachlässigen. Ein Interessenkonflikt ist vorprogrammiert.

Armee?

In jeder Stufe der Armee geht es immer in die gleiche Richtung: Jeder muss seine Interessen hinter die Interessen des Auftrags (oder des Befehl des Vorgesetzten) stellen. Es ist kein wollen und kein dürfen, es ist ein müssen. Egal wie sinnvoll oder sinnlos ein Auftrag ist. Und dies in Extremsituationen bis hin zum Aufgeben des eigenen Lebens für den Auftrag.

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1Jul/100

Christustag 2010 – Diesmal ohne Schönwetterchristen?

Es war nach Jahren wieder mal ein Christustag. Diesmal im Stade de Suisse, Bern.

Es war ein cooler Tag, mit vielen coolen Leuten (ca. 25'000) und guten Referenten. Klar, ein Event welcher alle Personen aus verschiedensten Kirchen glücklich machen kann, gab es nicht. Aber wenn man die Personenzahl mit jener von Basel aus dem Jahr 2004 vergleicht (damals ca. 40'000, das Joggeli-Stadion platze aus allen Nähten) muss man sich fragen, wo blieben die anderen 15'000 Personen?

Mag es am Preis liegen, der diesjährig das erste mal erhoben wurde? Wobei 45.- an der Tageskasse (Vorausbestellungen mit integriertem Zugticket waren zum Teil billiger) nicht alle Welt sind.  Oder mag es am vorhergesagtem schlechten Wetter liegen?

Wer es noch nicht mitgekriegt hat: Das Wetter war während des Anlasses spitze. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn hat der Regen komplett aufgehört, und die Sonne zeigte sich sogar am Nachmittag sehr grell. Zwar wollte es etwa eine halbe Stunde vor offiziellem Ende kurz ein wenig (aber heftig) Regnen. Halt das typische "Giesse Ströme des lebendigen Wassers". Aber sonst: Perfektes Wetter.

Darum bleibt die Frage: Wo blieben die restlichen um das Stadion zu füllen?

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