(bissige?) Blogs eines Schweizers

Blogs, die das Leben schreibt

Raubkopie – Ein falscher Begriff

Erstellt von Swissbite am 3. Mai 2009

Immer wieder spricht die Film-, Musik-, und Softwareindustrie vom Begriff Raubkopie. Zumindest so in der jeweiligen deutschen Übersetzung. All diese Taten scheinen ganz böse zu sein, und gegen jedes Recht zu verstossen. Sonst hätte es den Zusatz Raub ja gar nicht.

Nun, was ist ein Raub eigentlich? Hier eine Erklärung aus der Rechtsgrundlagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz

Deutschland
Raub wird im Strafgesetzbuch Paragraph 249 1 definiert:

(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Hört sich böse an, aber wo bleibt der Raub bei der Erstellung einer Kopie über das Internet?

Österreich

In Österreich ist das Strafdelikt des Raubes im § 142 StGB geregelt. Sein erster Absatz lautet

Wer mit Gewalt gegen eine Person oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben (§ 89) einem anderen eine fremde bewegliche Sache mit dem Vorsatz wegnimmt oder abnötigt, durch deren Zueignung sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

Auch hier scheint das selbe Problem zu sein, wie in Deutschland. Wie kann etwas wegnehmen oder abnötigen mit etwas Kopieren einhergehen? Und wo bleibt die Gewalt?

Schweiz

Das Schweizer Strafrecht regelt den Straftatbestand des Raubes im Art. 140 StGB wie folgt:

Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft.

Nun, 3 deutschsprachige Staaten definieren unter Raub jeweils etwas, was mit Gefahr für Leib und Leben einhergehen muss.

Fazit:

Ein Raub hat mit einer klaren Drohung und Gefahr mit Leib und Leben zu tun. Zudem muss der Gegenstand nachher physikalisch nicht mehr vorhanden sein. Da weder das eine noch das andere in einer solchen Kopie der Fall ist, darf rechtlich der Begriff Raub hier gar nicht verwendet werden. Einen Raub kann man nicht kopieren, und das erstellen einer Kopie kann kein Raub sein. Der Tatvorgang sollte höchstens “unerlaubtes duplizieren von geschützten immateriellen Gütern” lauten. Aber dies ist wohl jener Industrie zu komplex. Lieber mit bösen Schlagworten umherwerfen.

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Wirtschaftskrise auf den Punkt gebracht

Erstellt von aussiCHt am 25. Dezember 2008

Volker Pisper über die Wirtschaft

Notable Quotes:
“Unser hosenanzugtragender Sprechblasenautomat”
“Wenn der Meeresspiegel steigt, ist das nur halb so schlimm, wie wenn der Autoabsatz sinkt”
“Was wollen wir mit einem geretteten Planeten, wenn wir keine Arbeitsplätze mehr haben? Dann doch lieber umgekehrt!”

uvma.

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Gespaltene Zunge

Erstellt von Swissbite am 22. Dezember 2008

Kann eine Partei gleichzeitig für die Wirtschaftsförderung in der heutigen Zeit sein, und gleichzeitig den grössten Arbeitgeber der Schweiz auflösen wollen? Nun, für die sozialdemokratische Partei scheint dies kein Widerspruch zu sein.

Sie unterstützt die Initiative der GSOA gegen den Export der von Militärischen Gütern und Gütern, welche zum Ausbildungszweck für militärische Geräte verwendet werden können, wie zum Beispiel die Trainingsflugzeuge der Pilatus.

Johann Schneider-Ammann hat dazu in der Berner Zeitung einen treffenden Beitrag geschrieben. Der Artikel ist ein PDF-Scan des Beitrags.

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Wirtschaft für Anfänger

Erstellt von aussiCHt am 13. Dezember 2008

Wie ich heute beim Tagesanzeiger lesen durfte, sind alleine in der schweiz 15′000 Jobs gestrichen worden.  Und dies ist erst der Anfang. Warum dies erst der Anfang ist, erklärt sich ganz kurz:

Jeder der seine Stelle verliert, kriegt 80% seines letzten gehalts vom Staat. Dass man da als Arbeitsloser sofort beginnen muss, massiv zu sparen dürfte wohl klar sein. Er wird also weniger konsumieren, dadurch haben Firmen weniger absatz und werden wegen der geringeren Auftragslage noch mehr stellen streichen.

Das ganze wird sich ein paar Jahre hinziehen, bis endlich die Baisse kommt und die Wirtschaft wieder anzieht.

Spassig ist einfach, das ein Geschäft jahrelang Miliarden scheffeln kann, aber beim kleinsten Anzeichen einer Krise sofort zigtausend Menschen entlassen werden. Und warum werden eigentlich im Management keine Stellen gestrichen?

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NZZ schiesst gegen Bauern

Erstellt von Swissbite am 2. November 2008

nzzonline.ch schiesst im Beitrag scharf gegen Bauern. Laut Beitrag will der Detailhandel die höheren Transportkösten für Lebensmittel aller Art auf die Bauern abwälzen.  NZZ fragt den Bauernverband, wer die Mehrkosten denn Zahlen soll. Als verhängnissvolle Antwort gab der Bauernverband, dass dies der Endkunde machen solle.

Nun, auch wir Endkunden schreien natürlich auf, da wir meinen, die sonst schon hohen Preisen sollten nicht noch höher steigen. Und der Bauer wird ja gütig subvenzioniert.

Etwas, das in dieser Argumentation nicht aufgeht:

  • Der Bauer zahlt auch mehr Kosten, da er ja Traktor, Treibstoff und Verschleissmaterial auch selber bezahlen muss (Sein Aufwand)
  • Die Mehrkosten des Transportunternehmens, dass vom Detailhandel vorgegeben wird, soll auch der Bauer bezahlen
  • Die Preise sollen runter, da unsere Bauern ja eh zu teuer sind.

Nebenbei wird vergessen, dass der Datailhandel die grösste Marge hat. Ein Liter Milch kostet z.B. für den Detailhandel max. 70 Rappen. 1 Liter Milch für den Endkunden kommt bei der Migros auf 150 Rappen. Eine Marge von 114%. Jede andere Branche wünschte sich eine solche Marge.

Darum: Wieso soll nicht der Detailhandel die Mehrpreise bezahlen, und gleichzeitig die Preise senken? Coop, Migros und Co wissen ja eh nicht wohin mit dem Geld.

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Ölpreise, theoretischer Vorteil der Finanzkriese

Erstellt von Swissbite am 19. Oktober 2008

Heute steht in der NZZ-Online einen interessanten Artikel:

Preise deutlich gesunken

Die Massnahme solle wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schaffen, sagte der Politiker. Khelil erinnerte daran, dass der Ölpreis im Juli noch einen Spitzenwert von 147 Dollar pro Fass gehabt habe. Am Donnerstag habe der Fasspreis in London bei 68 Dollar und in New York bei 72,30 Dollar gelegen.

Nun, laut Tankstellenangaben sind die Preise immer noch gleich hoch. Zudem bezweifle ich, dass jene Preise so schnell nach unten korrigiert werden, wie sie in die höhe geschossen sind.

Und was macht die Opec, jetzt wo ihr Rohöl rassant billiger geworden ist, und nun wieder einen “alten” Stand erreicht hat? Sie wollen die Fördermenge drosseln, um den Preis wieder künstlich in die höhe zu heben.

Wie im Titel erwähnt: Theoretisch sollten die Ölpreise wieder markant billiger werden, dagegen wehren sich aber alle, die an den hohen Preisen mehr verdienen. So kann man Schurkenstaaten auch kennzeichnen.

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