Frohe Weihnachten
Das Swissbite-Team wünscht allen Lesern frohe und besinnliche Weihnachten.
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Information und Desinformation
Offenbar haben Datenskandale auch ihre positiven Wirkungen. So ist zum Beispiel auch mitte November ein Papier der Telekom an die öffentlichkeit gelangt, welche eine aktive Desinformationspolitik des BND beweist. Konkret ist eine liste von Ip-Adressen eines "geheimen Projektes" aufgetaucht. Traceroutes führten nach München, Berlin, Flensburg, Freiburg und Braunschweig. An allen diesen Orten hat der BND Niederlassungen. Prominentester Betroffener ist Wikipedia. Diverse Wikipediaartikel sind vom BND "ins rechte Licht gerückt wurden". Betroffen sind vorallem Artikel über den BND selbst, wie auch:
" zu anderen Alltagsthemen, etwa Kernwaffentechnik, Aufklärungsflugzeugen und dem Langstreckenbomber Boeing B-1B Lancer, nahm der fragliche IP-Adressbereich Stellung. So spielte der BND die Gefährlichkeit einer schmutzigen Bombe mit Plutonium-239 herunter und empfahl stattdessen die Verwendung zweier anderer Isotope, die angeblich bei gleicher Menge deutlich effektiver seien. Dieselbe IP-Adresse entfernte diesen Eintrag allerdings drei Minuten später wieder."(Quelle)
So wird dem Bürger jede möglichkeit genommen, sich von unabhängigen Quellen zu informieren. Dieses Vorgehen erinnert fatalerweise an den Kultroman von George Orwell, indem der Staat alle Informationsmittel kontrolliert und den Bürger in Unwissenheit hält.
Falls gewisse Besucher die Quelle nicht aufrufen können, so kann dies durchaus an ihrem Provider liegen.
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Down von 30min
Der Server war für knappe 30min down. Fehler war wahrscheinlich eine Uplink-Störung beim Anbieter, welche seit gestern teilweise besteht. Weitere Unterbrüche sind möglich, da der Status der Störung noch nicht auf behoben gesetzt ist.
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Der gläserne Datenbürger in DE
Sie haben vom "Nacktscanner" gehört oder gelesen? Sie sind froh, dass Deutschland da nicht mitmachen will, und haben schon gehofft, die Regierung nehme den Datenschutz nun ernst?
Oder suchen Sie einen triftigen Grund von Windows auf Linux zu wechseln? Die deutsche Regierung hilft bei dieser Entscheidung. Die deutsche Regierung hat den Weg zum heimlichen ausspionieren des Deutschen Bürgers nun voll offen gelegt. Jetzt darf das Bundeskriminalamt (BKA) frei jede Telefonverbindung, jeden Datenverkehr und alles, was irgendwie von ihrem Telefon, Fax oder PC weggeht oder auch gleich auf dem PC liegt, überprüfen.
Das, was frühere Regierungssysteme nur über "Spione" bzw. regierungsfreundliche Nachbarn erfahren konnte, kann jetzt selbst erledigt werden. Kein Problem mehr mit falscher Kommunikation, man hat ja alles griffbereit. Und falls der Bürger mal einen Datenverlust hat, das Backup liegt bei der BKA. Vertrauenswürdig, nicht?
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DE will sich dem europäischen Parlament widersetzen
Vor ein paar Tagen schrieb ich zu den Auswüschen im Europäischen Parlament. Laut dem Bericht auf heise.de dürften auf Deutschen Flughäfen keine solchen Scanner eingesetzt werden. Zitat:
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) schloss den Einsatz der umstrittenen Geräte aus, solange die Ganzkörperscanner Fluggäste nackt abbilden. Er halte es zwar für richtig, Geräte zu entwickeln, die das Abtasten von Passagieren ersetzen: "So lange solche Bilder entstehen, werden sie nicht eingesetzt werden", kommentierte Schäuble laut dpa unter Bezugnahme auf Aufnahmen der Ganzkörperscanner, in denen Personen vollständig nackt zu sehen sind.
Meine Intepretation dieser Aussage: Sobald die Bilder verunschärft werden, und nicht mehr jedes Detail der "nackten" Person zu erkennen sei, könne man über eine Zulassung diskutieren. Nun, wer definiert: "jedes Detail"?
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George Orwell lässt grüssen
BodyScanner von L3-com
oder: Der Verlust der letzen Persönlichkeit
Schon länger wurde darüber gemunkelt. Die USA haben es schon, am Zürcher Flughafen wird es bereits getestet, und das EU-Parlament will es generell erlauben: Ganzkörperscanner an den Flughäfen.
Zuerst: Was ist und was macht ein solcher Scanner? Im Prinzip ist es im weitesten Sinn eine Kabine, die innert Sekunden den Körper mit Scannt, und so alles erkennen lässt, was unter den Kleidern verborgen ist. Alles heisst alles. Neben verborgenen Messern, stumpfen Waffen, Kleingeld, Schmuck auch Implantate, Körperdetails usw.
Das natürlich alles zum Wohle der allgemeinen Sicherheit. Aber über Datenschutz, Persönlichkeitsschutz und Recht wurde nicht weiter nachgedacht. Kann man ja alles Anpassen. Sind nur Schriftstücke, die eh einmal geändert oder revidiert werden müssen. Mit dem Bürger kann man das ja machen.
Dazu empfehle ich den Beitrag auf Zoomer.de.
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Wir können über den biometrischen Pass abstimmen
Eine Meldung die sogar eine deutsche Heise-Verlag zu einem Artikel veranlasst hat: Wir können als einziges Land über die biometrische Reisepässen abstimmen. Das Referendum ist ohne grossen Medienputsch zu einem guten Resulatat von 63'733 gültigen Unterschriften gekommen.
Wir haben nun die Möglichkeit als einziges Land zu entscheiden, ob in Zukunft Pässe (und indirekt auch die ID) zwingend mit biometrischen Daten zu versehen sind, oder ob der einzelne Bürger dies frei entschieden darf.
Nun, man mag sich fragen, was din überhaupt biometrische Daten? Im momentanen Entwurf gehören unter anderem dazu:
- digitaler Fingerabdruck
- digital aufbereitetes Foto
Welche weiteren Daten auf dem RFID Chip noch enthalten sind, enzieht sich meiner Kentnisse. Und somit ist auch schon das 2. Problem angesprochen: RFID-Chip. Ein RFID-Chip ist ein Datenspeicher, aus dem ohne Berührung Daten ausgelesen werden können. D.H. ich muss den Pass oder die ID gar nicht aus der Tasche nehmen, es reicht wenn ich durch eine Schranke, analog von einer Metalldetektionsschranke, hindurchlaufe, und die Daten werden ohne mein zutzun ausgelesen. Eigentlich braucht es nicht mal eine Schranke, je nach technischer Reife der Auslesegeräte kann das auf mehrere Meter abstand passieren. Was somit dem Identitätendiebstahl Tür und Tor öffnet.
Nun, alle guten Dinge sind ja drei, wollen wir das auch hier so halten: Der 3. Punkt ist die gewünschte Datenbank, in der alle Daten, die in den RFID-Chip eingepflanzt werden, gespeichert werden. Das ist so an sich ja auch noch nicht schlimm, aber lässt dem Informationsrausch der heutigen Zeit weitere Begehrlichkeiten erhoffen. So wäre es eigentlich nicht weiter schwierig, aus den verschiedenen Krankenkassen die Daten zu ihrer einzigen Identität hinzuzufügen, aus dem Strafregister auch noch eine Verknüpfung herzustellen, und aus der Steuerverwaltung auch gleich ihre Liquidität überprüfen.
Dazu abschliessend noch dieses Szenario aus der Diplomarbeit von Halil Özel:
Pizzalieferant Marly: Pizza Palace Lieferung in 30 Min. oder Geld zurück, mein Name ist Marly wie lautet ihre Bestellung? Mr. Kelly: Hi Marly, ja, ich möchte bestellen… Marly: Mr. Kelly, richtig? Mr. Kelly: aaa…. Ja…Marly: Danke, dass Sie wieder anrufen, Ihre nationale Identifikationsnummer lautet: 6102049998 – 45 – 54610 richtig? Mr. Kelly: aaa….. ja.
Marly: Danke Mr. Kelly, ich sehe Ihre Adresse lautet 736 Montrose Court und Sie rufen von ihrem Handy aus an, sind sie zu Hause? Mr. Kelly: aaa… nein, ich bin auf der Arbeit Marly: Oh wir können zu Bobs Autoteile liefern, 175 Lincoln AVE richtig? Mr. Kelly: Nein, ich bin auf dem Weg nach Hause, woher wissen Sie das alles? Marly: Oh wir sind jetzt mit dem System verbunden Mr. Kelly: Hm… ich möchte 2 Ihrer Spezialpizzen mit doppelt Fleisch bestellen.
Marly: O.k., darauf gibt es aber 20 Dollar Aufpreis Mr. Kelly: Was meinen Sie? Marly: Laut dem System zeigen Ihre medizinischen Daten, dass Sie einen extrem hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel haben. Wir haben einen Vertrag mit ihrer Krankenversicherung, sodass Sie die Pizza bestellen können, wenn Sie schriftlich auf alle diesbezüglichen Krankenkassenzahlungen verzichten Mr. Kelly: Was? Marly: Stimmen Sie zu? Sie können die Verzichtserklärung bei der Lieferung unterschreiben, es kommen aber Verwaltungsgebühren dazu, das Ganze macht 67 Dollar. Mr. Kelly: 67 Dollar? Marly: inklusive 15 Dollar Aufschlag für das Liefern in einer orangefarbenen Gefahrenzone Mr. Kelly: Ich lebe in einer orangenfarbenen Zone? Marly: Natürlich, da war ein weiterer Überfall in Ihrer Straße gestern, hmmmm… Sie könnten 48 Dollar sparen, indem sie unsere Gemüsepizza bestellen und sich die Pizza selber abholen. Es sind Tofustäbchen dabei, sehr lecker und gesund. Mr. Kelly: Aber ich möchte doppelt Fleisch!
Marly: Dann können Sie sich auch die 67 Dollar leisten, … Sie haben eben Tickets nach Hawaii bestellt, die waren auch nicht billig, aaa… ich sehe gerade, Sie haben letzte Woche das Buch „Sparen im Urlaub ausgeliehen“, Ihre Entscheidung! Mr. Kelly: O.k., o.k. ich nehme die Gemüsepizza Marly: Gute Wahl, Sie müssen auf ihre Linie achten wenn Sie an den Strand wollen. Ein Meter Bauchumfang he? Wow.. da haben Sie das Gemüse nötig. Mr. Kelly: (Genervt) Wie viel macht das? Marly: Es gibt ein Rabatt-Coupon über 3 Dollar in der aktuellen Ausgabe von Total Men´s Fitness, ihre Frau abonniert die, oder? Das macht dann zusammen 19.99 Dollar. UPS.. alle ihre Kreditkarten sind am Limit, halten sie Bargeld bereit.“
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Bern schaltet doch
Mit etwas verspätung kommt doch auch hier der Senf zur Berner Variante der Finanzkriese.
Wie wohl jetzt überall bekannt, spricht die Nationalbank 60 Milliarden Dollar für eine Zweckgesellschaft. Somit kann die UBS "faule" Wertpapiere auslagern, die im Moment keinen Gewinn bringen, und Geld blockieren. D.H. die UBS kann maximal Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Dollar auslagern, und so wieder flüssiges Geld machen.
Zudem stellt der Bund für eine Kapitalerhöhung mit 6 Milliarden Schweizer Franken bereit. Immerhin mit 12.5 % Jahreszins, aber dennoch ein haufen Geld. Nicht vergessen werden darf, dass in diesem Fall der Bund einen Einfluss von 9% erhält. Aber detailierter kann man das bei der NZZ.ch nachlesen.
Nun ja, wieso beschäftigt mich das?
Einerseits verstehe ich ja, dass man die UBS nicht bankrott sehen will, hängen doch zuviele KMU an der UBS (Darlehen, Hypotheken, usw). Das sagene jedenfalls dieverse Medien. Zudem ist die UBS die grösste Schweizer Bank, und die möchte man nicht verlieren. Aber: Sieht man hier nicht irgendwelche Anzeichen wie:
Je grösser du als Firma bist, je mehr Geld für dich im Spiel steht, desto mehr Fehler kannst dir erlauben, da ja der Staat es sich nicht leisten kann, dich untergehen zu lassen.
Falls dem nicht so ist, dann warte ich auf die Flut der KMUs, welche auch die Hände hinhalten wegen ihren Geschäftsproblemen auf Grund dieser Finanzkriese.
Um doch noch was positives zu sagen: Immerhin kommen jetzt die exorbitanten Entschädigungen vermehrt in den Blickfeld der obereren Entscheidungsträger. Ich hoffe, dass was daraus gelehrnt wird, auch wenn ich es bezweifle. Und wenn doch, wie wäre es mit meinem Vorschlag?
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Endlich unter eigener Domain
So, jetzt hat dieser Blog auch eine eigene Domain.
Was wäre teffender als blog.swissbite.net? Swissbite.ch war leider schon vergeben
Gleichzeitig stelle ich den selben Blog auf blogspot ein. Wieso doppelt fahren?
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Pfefferspray statt durchgeladene Waffe
Immerhin, sie lernen was. Wenn auch langsam.
Die Schweizer Armee setzt den offiziellen Wachtbefehl von durchgeladener Waffe aus. Als Sofortmassnahme gilt der Wachtbefehl mit unterladene Waffe mit Pfefferspray. Zwar können Komandanten die durchgeladene Waffe im Bedarfsfall befehlen, was wohl aber eher die Ausnahme sein wird.
Ich finde diesen entscheid Positiv, auch als Armeebefürworter. Aus etlichen Gründen:
- Ausmerzen der unnötigen Gefahr des Militärdienstes dank menschlichem Versagen
- Das herausgeben einer effektiven, aber nicht zerstörerischen Zweitwaffe
- Die Beibehaltung der Möglichkeit im Bedarfsfall die Bereitschaft drastisch zu erhöhen
Klar, Armeegegner sehen dies als Schritt für weiteren Abbau, aber dies steht auf einem anderen Papier.
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